Schleichwerbung: Presserat erhielt 2019 mehr Beschwerden

BERLIN (mdo). Wie das Medien-Fachportal „Newsroom.de“ berichtet, gab es im vergangenen Jahr 137 mehr Leserbeschwerden als noch ein Jahr zuvor. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge 2175 Leserinnen und Leser beim Deutschen Presserat – dem Gremium für freiwillige Selbstkontrolle der Presse – beschwert.

Die härteste Sanktion, die es gibt, ist eine Rüge. Deren Zahl stieg 2019 auf 34. Ein Jahr zuvor waren es 28 Rügen und 2017 noch 21. Der Grund für die meisten Rügen (14) war laut Presserat eine mangelnde Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten. Beispiele für das Problem: Der Jahresbericht verweist auf Zeitungen, die auf Titelseiten redaktionell gestaltete Anzeigen für eine neue TV-Serie veröffentlicht hätten. „Die Werbung war nicht eindeutig erkennbar, da sie sehr stark an das redaktionelle Layout angelehnt war.“ Oder: In einer Zeitschrift sprachen Menschen über ihr persönliches Glück, nachdem sie bei einer bestimmten Lotterie Millionen gewonnen hatten. Das überschritt nach Ansicht des Presserates die Grenze zur Schleichwerbung.

März 24th, 2020 by
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