Preis für MDR-Doku „Wer bezahlt den Osten“

LEIPZIG (ots). Die dreiteilige Dokumentation „Wer bezahlt den Osten?“, die sich mit den Transformationsprozessen im Osten seit 1990 beschäftigt, hat sich bei der Preisverleihung in Frankfurt/Main in der Kategorie „Fernsehen“ durchgesetzt. Im Januar wird das Thema auch im Ersten zu sehen sein.

In der Begründung für die Preisvergabe heißt es unter anderem.: „Die zugrundeliegende Recherche hat eine enorme Qualität. Ein solches Großwerk erforderte mit Sicherheit unglaubliche Suchen und Forschungen. Dies verspricht … eine der hervorragendsten und gültigen Bestandsaufnahmen der Geschichte von Wiedervereinigung und der wirtschaftlichen Folgen zu werden. Grandios.“
Die Dokumentation, die Mitte des Jahres im MDR-Fernsehen zu sehen war, hat den Nerv der Zuschauer getroffen und zeigt das ungebrochene Interesse der Menschen an den tiefgreifenden Entwicklungen nach der Wende. Der durchschnittliche Marktanteil aller drei Teile im MDR-Sendegebiet betrug 12,1 Prozent.

„Wer bezahlt den Osten?“: 1,5 Billionen Euro sind seit 1990 nach Ostdeutschland geflossen; vielerorts schaut es hier inzwischen schicker aus als im Westen der Republik. Und trotzdem stehen die fünf ostdeutschen Bundesländer wirtschaftlich bis heute nicht auf eigenen Beinen. Die dreiteilige MDR-Dokumentation begibt sich auf die Spur der gigantischen Transferströme zwischen Ost und West und will unter anderem wissen: Woher kommt das Geld für Ostdeutschland? Wer profitiert davon? Und: Wie schafft man es, den Osten dauerhaft wirtschaftlich zu stabilisieren?
„Wer bezahlt den Osten?“ ist eine Koproduktion des MDR und der Hoferichter & Jacobs Filmproduktion.

Dr. Friedrich Vogel (1902 -1976), Verleger des Handelsblatts, war ein engagierter Wirtschaftsjournalist der ersten Stunde. In seinem Geiste vergibt die Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung jährlich die mit jeweils 3 000 Euro dotierten Auszeichnungen für Wirtschaftsjournalismus. Geehrt werden innovative journalistische Arbeiten in Druck- bzw. Online-Medien, Hörfunk oder Fernsehen, sowohl von einzelnen Autoren als auch von Redaktions-Teams, die dem Leser, Zuschauer, Hörer und Nutzer das Thema „Wirtschaft“ verständlich nahebringen.

Zum 32. Mal wurden am 21. November in Frankfurt/Main die renommierten Friedrich-Vogel-Preise für Wirtschaftsjournalismus 2017 verliehen.

November 25th, 2017 by
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