Lizenziat (FU Berlin)

„Sehr positiv ist der breite Ansatz der empirischen Bearbeitung des Themas zu werten. (…) Die Arbeit ist in einer lebendigen, sehr anschaulichen und verständlichen Sprache geschrieben. (…) Inhaltlich gesehen hat die Arbeit meine Neugierde auf das Thema ’Modelleisenbahn’ geweckt.“


Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Clemens

Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin
am 4. Juli 2000 im Erstgutachten zur Lizenziatsarbeit von Mirko Luis

„Die Flucht ins Hobby. Neue Trends im ostdeutschen Freizeitverhalten – empirisch untersucht am Beispiel Europas größter Modelleisenbahnanlage“


ÜBER DAS LIZENZIAT IN GEGENWART UND HISTORIE

Als Lizenziat (auch Lizentiat; vom Lateinischen licentiatus abgeleitet) bezeichnet man den Inhaber einer akademischen Licentia docendi („Erlaubnis zu lehren“). Das Lizenziat, von lateinisch „licentia doctorandi“ stammend, ist je nach Land und Bedeutung einem Magister/Master gleichwertig.

Das Lizenziat (oder das Doktorat)  ist im kirchlichen Hochschulrecht die akademische Voraussetzung, an kirchlichen Hochschulen zu lehren.  In der katholischen Kirche ist eine theologische, biblische oder kirchenrechtliche Promotion zum Lizenziaten oder Doktor (etwa lic. theol., Dr. theol.) Voraussetzung einer Ernennung zum Generalvikar, Weihbischof oder Bischof.

lizentiatDie Freie Universität Berlin vergab den akademischen Grad Lic.rer.publ. an Journalisten nach erfolgreichem Abschluss eines sechs- bis achtsemestrigen Aufbaustudiums mit fachwissenschaftlicher Vertiefung in Rechts-, Wirtschafts-, Geschichts-, Politik- und Kommunikationswissenschaften. Pro Jahr wurden nur jeweils 40 Bewerber nach strengen Auswahlkriterien für diesen Studiengang zugelassen. Diese mussten dabei als Grundvoraussetzung eine vierjährige hauptberufliche journalistische Tätigkeit nachweisen, wobei Volontariate angerechnet wurden.

Wohl berühmtester Lizenziat der Geschichte ist Johann Wolfgang von Goethe. Zu seiner Zeit war der akademische Grad „Lizenziat“ mit dem Doktortitel auf eine Stufe gestellt worden.

Während heute die französische „licence“ oder das polnische „Licencjat“ auf Bachelorebene angesiedelte akademische Grade sind, ist es in Belgien ein dem Master gleichwertiger Abschluss, der nach vier oder fünf Jahren universitären Studiums verliehen wird.

Im spanischsprachigen Raum ist die „Licentiatura“ der Standard-graduate-Abschluss, beispielsweise in Sozialwissenschaften, der dem Master oder dem deutschen Diplom gleichgestellt ist.

In Finnland und Schweden ist das „lisensiaatti“, schwedisch für licenitiatsexamen) ein forschungsorientierter Abschluss zwischen Master und Doktorgrad. Dieser Grad wird als Teil der sogenannten Forscherausbildung nach rund der Hälfte eines Promotionsstudienganges verliehen.

(Quellen: www.wissen.de/www.wikipedia.de)


HOCHSCHULZEUGNISSE

AkademischerGrad


GUTACHTEN ZUR LIZENZIATSARBEIT

FU_Gutachten

 

Juli 18th, 2015 by mirkoluis
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