HMKW Köln führt Lokalfunk-Umfrage in NRW durch

KÖLN (mdo) Im Rahmen eines Seminars über Journalismus-Forschung befragen Studierende der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft ab heute Lokalfunk-Journalistinnen und -journalisten in ganz Nordrhein-Westfalen. Das Forschungsprojekt soll den Wandel des Lokalfunk-Berufsbildes transparent machen.

Studierende des B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation der HMKW Köln haben unter der Projektleitung von Prof. Dr. Matthias Kurp (Fachbereich Journalismus und Kommunikation) zwei Monate lang eine umfangreiche Befragung vorbereitet. Dafür haben sie sich mit dem Zwei-Säulen-Modell des NRW-Lokalfunks auseinandergesetzt und sich mit Umfragemethoden vertraut gemacht. Schließlich entstanden Forschungshypothesen, ein umfassender Fragebogen, Pretests wurden gemacht. Seit heute läuft die Befragung, die sich an die fest angestellten Volontäre und Volontärinnen sowie die fest angestellten Redakteurinnen und Redakteure der 45 Lokalfunk-Stationen in NRW richtet. Dafür werden die Fragebögen in den nächsten Tagen per E-Mail zugestellt. Bis zum 8. Januar können die Betroffenen ihre Antworten anonym zurückschicken.
Was hat sich seit der letzten umfangreichen Befragung im Jahr 2004 verändert? Wie haben sich das Berufsbild und die Anforderungen gewandelt? Und wie beurteilen die Journalisten und Journalistinnen ihren Arbeitsalltag? Über die Befragung haben die Betroffenen selbst nun die Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu geben.

„Unsere Umfrage basiert auf vergleichbaren Vollerhebungen aus den Jahren 1993 und 2004“, erklärt der Forschungsprojektleiter Prof. Dr. Matthias Kurp. „Um die Daten in Form einer Langzeitanalyse vergleichen zu können, haben wir viele Fragenbereiche aus den alten Untersuchungen übernommen und ein wenig ergänzt.“ So liegt ein neuer Fragen-Fokus auf dem digitalen Wandel und seinen Folgen. Denn fast drei Jahrzehnte nach dem Lokalfunk-Start in NRW hat sich an den Arbeitsbedingungen für die mehr als 300 fest angestellten Journalistinnen und Journalisten im nordrhein-westfälischen Lokalfunk vieles geändert. Internet und Digitalisierung erfordern neue Schlüsselqualifikationen und Arbeitstechniken. Das alles spiegelt sich in den dreißig Fragen wider, mit denen die Rolle des Kommunikators im NRW-Lokalfunk durch das HMKW-Forschungsprojekt analysiert werden soll. Das Spektrum der Themen reicht von Ausbildung und Schlüsselqualifikationen über Arbeitsbereiche und Berufsbild bis zu Fragen nach den Informationsquellen.

„Jetzt hoffen wir natürlich auf eine große Beteiligung“, sagt Kommunikationswissenschaftler Professor Dr. Kurp. Forscherteams aus drei oder vier Studierenden betreuen jeweils bis zu vier Lokalfunk-Redaktionen. Die Ergebnisse sollen im Laufe des kommenden Frühjahrs ausgewertet und publiziert werden.

Für alle, die Interesse an der Umfrage und ihren Ergebnissen haben, hat das HMKW-Forschungsteam eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet. Sie lautet: Lokalfunk-Umfrage (at) hmkw.de

Dezember 9th, 2017 by
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