Category: Medien

Mai 25th, 2019 by mirkoluis

BERLIN (mdo). Für drei Viertel der Deutschen sind die Zeitungen unverzichtbar für eine freie Meinungsbildung. Gefahren für die freie Presse sehen 39 Prozent. Die große Mehrheit der Deutschen weiß um die Bedeutung der Pressefreiheit für eine demokratische Gesellschaftsordnung: 87 Prozent sagen, dass die freie Presse für sie eine wesentliche Grundlage der Demokratie ist.

Wichtigstes Medium für die freie Meinungsbildung sind die Zeitungen. Mit ihren gedruckten und digitalen Angeboten sind sie für 75,1 Prozent der deutschen Bevölkerung unverzichtbar, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Dabei wird den Zeitungen diese Relevanz von allen Altersgruppen gleichermaßen zugeschrieben. Auch 70,7 Prozent der 14- bis 29-Jährigen halten die Zeitungen für essenziell für die Meinungsbildung.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft anlässlich des 70. Jubiläums des Grundgesetzes im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) durchgeführt hat.

Redaktionelle Medien haben höchste Relevanz

Insgesamt zeigt die Befragung, dass redaktionellen Medien ein deutlich höherer Stellenwert für die Meinungsbildung attestiert wird als Angeboten ohne journalistische Redaktion. Auf die Zeitungen folgen Radio (für 73 Prozent unverzichtbar), Fernsehen (68,7 Prozent) und Zeitschriften (55,3 Prozent). Weniger als die Hälfte der Bevölkerung gibt dagegen an, dass nichtredaktionelle Angebote für die Meinungsbildung relevant sind: Google / Google News (41,4 Prozent), soziale Netzwerke wie Facebook (31 Prozent), Blogs / Foren (19,4 Prozent) und Twitter (13,1 Prozent) sind laut Studie weniger wichtig, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Allerdings haben Facebook und Co. ihre Fans bei den unter 30-Jährigen: Für 57,9 Prozent sind sie unverzichtbar.

Ohne unabhängige Medien keine Demokratie – und trotzdem sehen 39 Prozent auch in Deutschland Gefahren für die freie Presse. Dazu BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff: „Für freie Meinungsbildung sind die Zeitungen mit ihren vielfältigen Angeboten eine besonders wichtige Quelle, denn sie sind der Garant für verlässliche, geprüfte Informationen. Aber wir dürfen auch nicht die Augen vor den Gefahren verschließen, vielmehr muss sich die freie Presse weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Angriffe wehren.“ Das zurückliegende Jahr sei erneut von teils erbitterten Auseinandersetzungen über dieses Grundrecht geprägt gewesen, sagte der BDZV-Hauptgeschäftsführer. In Erinnerung blieben unter anderem die wachsende Zahl gewalttätiger Angriffe aus dem vornehmlich rechtsradikalen Milieu auf Journalisten und Redaktionen. „Diese Entwicklungen fordern eine klare Haltung“, forderte Wolff. „Beharren wir, Zeitungen und Leser gemeinsam, auch weiterhin selbstbewusst auf der Pluralität der Meinungen und der Freiheit, sie zu äußern.“

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Mai 25th, 2019 by mirkoluis

Berlin/Würzburg (pts). Der „Fachjournalist des Jahres 2019“ steht fest: Christoph Seyerlein holte sich mit seinem Beitrag „Heute Palast, morgen Ballast?“, erschienen in der Fachzeitschrift „kfz-betrieb“ (Vogel Communications Group), den ersten Platz. Seyerlein erhielt die Auszeichnung „Karl Theodor Vogel Preis der Deutschen Fachpresse – Fachjournalist des Jahres“ am Abend des 22. Mai auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Berlin.

„Christoph Seyerlein gelingt es in seinem ausführlichen Text, das Thema aus der Perspektive eines absoluten Branchen-Insiders zu beleuchten – dabei verliert er aber nie den Blick für das große Ganze. Er hat intensiv recherchiert und liefert seinen Lesern exklusiven Stoff. Seinen sehr dichten Text hat er zudem mit versierter Verve geschrieben – ohne jedoch die gebotene Sachlichkeit zu verlieren“, begründet der Juryvorsitzende Prof. Dr. Lutz Frühbrodt.

Platz zwei erhielt Dr. Nina Drexelius für ihren Beitrag „Die Saatbombe“ in „Das Hebammenforum“ (Deutscher Hebammenverband DHV). Der dritte Preis ging an Roland Pimpl, der mit dem Beitrag „Liebes Tagebuch … 03.05.2035“, erschienen in „Horizont“ (dfv Mediengruppe).

Mit dem Preis zeichnet die „Deutsche Fachpresse“ gemeinsam mit der „Karl Theodor Vogel Stiftung“ (Würzburg) seit 2005 die besten fachjournalistischen Beiträge aus. Sie stellen aktuelle Fach- und Branchenthemen hervorragend recherchiert sowie beispielhaft sprachlich, stilistisch und visuell mit hohem Leser- und Branchennutzen dar. Die drei Siegerbeiträge ermittelte eine zehnköpfige Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Lutz Frühbrodt, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, aus einer großen Zahl an Einsendungen.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Jury. Wir sind stolz darauf, dass der amtierende ,Fachjournalist des Jahres‘ aus unserem Hause kommt. Denn fachjournalistische Qualität spielt für unsere Produkte und Medienmarken mehr denn je eine wichtige Rolle“, betont Vogel-CEO Matthias Bauer.

Vogel Communications Group ist einer der führenden Dienstleister für B2B-Kommunikation im deutschsprachigen Raum. Hauptsitz ist Würzburg. Mit vier Agenturen am Berliner Standort bietet die Gruppe umfassende Kommunikationskompetenzen.

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Mai 25th, 2019 by mirkoluis

Foto: Florian Eckl/nstitut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. (ifp)

MÜNCHEN. Ob als Reporterin, Blattmacher oder Datenjournalistin – Absolventinnen und Absolventen der Katholischen Journalistenschule ifp prägen die Medien. Sie blicken hinter die Kulissen des Kanzleramts, berichten weltweit über Krisen und sprechen mit denen, die öffentlich wenig Gehör finden. Dafür braucht es journalistisches Handwerk, Haltung und ethische Leitlinien. All dies lernen junge Leute in der Studienbegleitenden Journalistenausbildung am ifp. Bewerben können sich Interessierte bis 31. Mai 2019. Die Ausbildung beginnt im Frühjahr 2020.

„Der wichtigste Moment in meiner journalistischen Ausbildung war der Tag, an dem wir über Medienethik gesprochen haben“, sagt ifp-Stipendiatin Clara Becker. Ihre Jahrgangskollegin Franziska Martin ergänzt: „Journalismus bedeutet für mich auch das: sich der Verantwortung bewusst zu sein, die Geschichten anderer erzählen zu dürfen und sensibel auf ihre Situation einzugehen.“

Bewerben können sich Studierende bis zum vierten Fachsemester – unabhängig davon, welches Fach und an welchem Ort sie studieren. Für die journalistischen Seminare fahren die Stipendiatinnen und Stipendiaten nach München, ihre Praktika machen sie an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland. Damit sich alle Studierenden die Ausbildung leisten können, sorgt das ifp während der Seminare für Kost und Unterkunft, erstattet die Fahrtkosten und unterstützt Pflichtpraktika finanziell. Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen und Sprechtraining erweitern die Kompetenzen der Studierenden.

Absolviert haben das ifp mehr als 3000 Medienleute. Darunter sind Stefan Leifert (ZDF), Christiane Florin (Deutschlandfunk), Gregor Peter Schmitz (Augsburger Allgemeine) und Cornelia Schmergal (Der Spiegel). Weitere Informationen gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de/studienbegleitende-journalistenausbildung

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Mai 25th, 2019 by mirkoluis

MÜNCHEN (mdo). Respektlos, intolerant, käuflich: Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Entzauberung eines Berufs – Was die Deutschen vom Journalismus erwarten und wie sie enttäuscht werden“ der TU Dresden. In einer repräsentativen Umfrage wurden auf Initiative des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses mehr als 1.000 Deutsche befragt. Die katholische Journalistenschule leistet damit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über medienethische Fragen.

„Unsere Untersuchung zeigt, dass wir es heute nicht nur mit einer zunehmenden Politikverdrossenheit zu tun haben, sondern auch mit einer Journalismusverdrossenheit. Die Forschungsergebnisse bestätigen eindeutig eine Abnahme des öffentlichen Vertrauens in den Journalismus“, erklärt Wolfgang Donsbach, Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden und Leiter der Studie. Dieses Vertrauen sei aber in einer Demokratie notwendig, damit die verschiedenen Teile einer Gesellschaft trotz vielfältiger eigener Interessen miteinander kommunizieren könnten.

Für mehr als die Hälfte der Befragten sind Journalisten mächtiger als Politiker. Und fast alle finden das nicht gut. Die Untersuchungsteilnehmer üben scharfe Kritik an den handelnden Journalisten. Diese seien viel rücksichtloser, intoleranter gegenüber den Meinungen anderer und unsozialer, als man sie sich wünscht. Gleichzeitig setzten sie zu stark ihre eigenen Bedürfnisse durch, ihre Macht und ihr Einfluss in der Gesellschaft seien zu groß, so ein Ergebnis der Studie. Die Politik-Berichterstattung wird darüber hinaus von fast zwei Dritteln der Befragten als zu wenig objektiv kritisiert, obwohl gerade Objektivität von ebenfalls zwei Dritteln erwartet wird. Fast zwei Drittel glauben, Journalisten unterdrückten häufig Stellungnahmen von Experten, die anderer Meinung sind als sie selbst.

Fragen der Medienethik sind der Untersuchung zufolge vielen Deutschen ein zentrales Anliegen: Acht von zehn Befragten sprachen sich dagegen aus, in den Medien zivile Kriegsopfer abzubilden. Immerhin knapp die Hälfte hält es für nicht angemessen, getötete Soldaten bildlich darzustellen. Für sie wiegen Respekt und Pietät schwerer als das öffentliche Interesse. Die meisten Deutschen sind zudem gegen Eingriffe in die Privatsphäre, auch wenn über Prominente berichtet wird.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten beschreibt Journalisten als käuflich. Rund zwei Drittel glauben, dass bezahlte Recherchen häufig vorkommen oder dass die Interessen von Anzeigenkunden auch in der redaktionellen Berichterstattung berücksichtig werden. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Praxis vielen als nicht verwerflich erscheint. Die Akzeptanz dieser ethisch zweifelhaften Praktiken ist dabei unter jungen Deutschen besonders groß. Schließlich fehlt es der Bevölkerung an einer klaren Vorstellung davon, was Journalismus ist und was nicht. Viele unterscheiden nicht mehr zwischen Journalismus und PR. Die Formate des Internet verstärken diesen Trend. Unter den 18- bis 24-Jährigen versteht jeder Zweite Blogging als Journalismus.

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Mai 21st, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: Pixabay

HOHENHEIM (idw). Lügenpresse – das Schlagwort steht für die wachsende Medienskepsis in Teilen der Bevölkerung. Ist das Vertrauen in die Medien erst einmal geschädigt, kann ein Spiralprozess entstehen, so die Erkenntnis eines Forschungsprojektes der Universität Hohenheim in Stuttgart: Die Menschen suchen dann im Internet gezielt nach Informationen, die diese Wahrnehmung stützen.

Dies wiederum verstärkt das Misstrauen. Doch das, so die Medienforscher, funktioniere auch in die andere Richtung: Sobald man die Berichterstattung positiv wahrnimmt, könne sich auch dies verstärken. Gefragt sei daher Transparenz bei der journalistischen Arbeit – wobei in Deutschland den öffentlich-rechtlichen Medien eine besondere Bedeutung zukomme. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das dreijährige Projekt mit fast 220.000 Euro und macht es so zu einem Schwergewicht der Forschung an der Universität Hohenheim.

Im Allgemeinen bevorzugen Menschen Medien, die ihre eigenen politischen Einstellungen widerspiegeln. Das ist an sich nicht neu. Verändert hat sich jedoch die Vielfalt der Medien und der Zugang zu ihnen.

Neben den Angeboten der etablierten Mainstream-Medien finden sich im Internet immer mehr leicht zugängliche alternative Quellen und Realitäts-Darstellungen. Beides nutzen die Menschen intensiv, haben Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim in einer repräsentativen Online-Befragung festgestellt.

„Ein wichtiger Treiber für das Vertrauen ist, wie man sich mit der eigenen Wahrnehmung in der Berichterstattung wiederfindet. Besonders deutlich wurde das vor allem im AfD-Milieu, doch stark ist dieser Einflussfaktor bei allen Menschen“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Schweiger, Spezialist für Onlinekommunikation an der Universität Hohenheim.

Dieses individuelle Nutzungsverhalten werde im Netz noch unterstützt. Doch: „die Nutzer bemerken den Unterschiede bei der Darstellung der Themen – und das erschüttert bei einigen das Vertrauen.“

Repräsentative Online-Umfrage zu Nachrichtenquellen und Informationskanälen

Gemeinsam mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Fabian Prochazka und Tilman Klawier hat Prof. Dr. Schweiger die Inhalte verschiedener Quellen im Netz analysiert. „Untersucht haben wir beispielsweise die Facebook-Seiten von Politikern, Prominenten und Privatpersonen, journalistische Nachrichten-Sites und auch alternative Angebote wie ‚RT Deutsch‘ oder ‚Epoch Times‘“, berichtet Prochazka. „Außerdem Fernsehsender und Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften.“

Die Forscher führten Einzelinterviews mit Mediennutzern und befragten anschließend online 2.000 Menschen, die repräsentativ für die Online-Bevölkerung in Bezug auf Bildung, Alter und Geschlecht waren.

„Wir wollten wissen, ob sich die Vertrauenskrise durch journalistische Inhalte erklären lässt“, fasst Prochazka zusammen. „Wir fragten zunächst danach, über welche Quelle sich die Menschen informieren, welche Social Media- oder sonstige Kanäle sie nutzen.“

Qualitätswahrnehmung beeinflusst Vertrauen in die Medien

Anschließend ging es um die Qualitätswahrnehmung: „Die Fragen umfassten die allgemeine Haltung gegenüber journalistischen Medien“, erläutert Prochazka. „Wie groß ist das Vertrauen in die Medien? Welche Vorwürfe gibt es gegen die Medien? Werden sie als vielfältig, fachlich korrekt und unabhängig wahrgenommen? Warum kommt es nach Ansicht der Befragten zu Fehlern in der Berichterstattung?“

Wie die Befragten wahrgenommene Qualitätsmängel begründen, spielt bei ihrem Vertrauen in die Medien eine große Rolle: „Ein Teil der Befragten schreibt Fehler menschlichen Faktoren zu – etwa dem Zeitdruck in Redaktionen“. Ein anderer Teil sieht in Fehlern von Journalisten aber mangelnde Integrität oder einen Einfluss der Politik, Fehler werden als absichtliche Manipulation wahrgenommen“, legt Prof. Dr. Schweiger dar. „Auch dieses Misstrauen ist wiederum in besonderem Maße bei AfD-Anhängern zu finden.“

Dabei habe sich das Vertrauen im Durchschnitt über die gesamte Gesellschaft in den letzten Jahren gar nicht verändert, nur polarisiert, so Prof. Dr. Schweiger. „Aber die extrem skeptischen Gruppen waren in letzter Zeit sehr laut, so dass sie stark wahrgenommen wurden.“

Transparenz muss Vertrauen stärken

Die Forscher sehen in ihren Ergebnissen einen Hinweis auf einen Spiraleffekt: „Am Anfang steht häufig eine Unzufriedenheit mit der Berichterstattung über ein Thema. Die Leute suchen dann aktiv nach alternativen Darstellungen, die im Internet immer zu finden sind. Es gibt einen Riss im Vertrauen, weitere Recherche, ein Spiralprozess kommt in Gang“, stellt Prochazka dar.

Doch diese Spirale sei im Prinzip in beide Richtungen möglich und vielleicht umkehrbar, betont Prof. Dr. Schweiger. „Nimmt man eine bessere Berichterstattung wahr, kann sich die Spirale auch in die andere Richtung drehen.“

Um diesen Effekt zu nutzen, sehen die Forscher gerade die öffentlich-rechtlichen Medien in der Verantwortung. „Um das Vertrauen zu stärken, müssen Medien transparent machen, wie sie arbeiten, Journalisten müssen erklären, wie sie recherchieren. Aufklärung in eigener Sache ist ganz elementar. Da gewinnen die öffentlich-rechtlichen Medien immer mehr an Bedeutung, sie sollten künftig gestärkt werden und Vorreiter in Sachen Transparenz werden“, empfiehlt Prof. Dr. Schweiger.

Über das Projekt „Vertrauen in Journalismus im medialen Strukturwandel“
Das Projekt „Vertrauen in Journalismus im medialen Strukturwandel“ startete am 1. Februar 2017 und wird am 31. Januar 2020 enden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit 217.843 Euro. Damit zählt es zu den Schwergewichten der Forschung an der Universität Hohenheim.

32,5 Millionen Euro an Drittmitteln akquirierten Wissenschaftler der Universität Hohenheim 2018 für Forschung und Lehre. In loser Folge präsentiert die Reihe „Schwergewichte der Forschung“ herausragende Forschungsprojekte mit einem finanziellen Volumen von mindestens 350.000 Euro für apparative Forschung bzw. 150.000 Euro für nicht-apparative Forschung.

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Mai 18th, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: Pixabay

BERLIN (mdo). Der BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) halten nichts von „Stechuhr-Journalismus“. Das teilten beide Organisationen in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Arbeitszeiterfassung mit.

Damit sei automatisch auch eine Kontrolle der Arbeitszeit verbunden. Redaktionelle Arbeit verlange jedoch eher individuelle, an den Themen und der Art der Publikation orientierte Arbeitszeitmodelle. Dem werde im Übrigen in den Tarifverträgen auch Rechnung getragen.

Zugleich machten BDZV und VDZ darauf aufmerksam, dass in dem Urteil keine digitale Zeiterfassung gefordert werde. „Wir glauben auch nicht“, hieß es dazu von den Verbänden, „dass bei Journalistinnen und Journalisten daran ein besonders großes Interesse besteht. Kreative Leistungen brauchen Freiräume. Dies gilt auch für die Einteilung der Arbeitszeit“, so die Verbände.

BDZV und VDZ wiesen darüber hinaus darauf hin, dass lückenlose Aufzeichnungspflichten nicht mit Art. 5 GG vereinbar seien. So dürfe etwa ein investigativ tätiger Reporter nicht gezwungen werden, Dokumente über seine Arbeitszeiten anzufertigen, weil im Falle von Durchsuchungen staatliche Ermittlungsbehörden letztlich Hinweise auf Informanten erhalten könnten.

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Mai 18th, 2019 by mirkoluis

BERLIN (mdo). Eine fremde Stadt und neue Gesichter, eine andere Redaktion und neue Kollegen, unbekannte Themen und Herausforderungen – all dies wird den 55 Redakteurinnen und Redakteuren beim vom BDZV organisierten #ReporterTausch2019 begegnen.

Vom 20. bis 26. Mai tauschen 30 Zeitungen aus ganz Deutschland, von Flensburg im hohen Norden bis Balingen im Süden, von Cottbus im Osten bis Köln im Westen, dabei untereinander ihr Personal.

BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff erklärt zur Aktion: „Für Redakteurinnen und Redakteure ist dies eine einmalige Gelegenheit, aus dem vertrauten Umfeld herauszukommen und zu erleben, wie bei anderen Zeitungen gearbeitet wird. In der Branche stehen alle vor den gleichen Herausforderungen, was Transformation und Struktur betrifft. Der Reportertausch gewährt Einblicke, wie vielseitig dieser Wandel gestaltet wird.“ Journalistinnen und Journalisten erhielten frische Impulse für den eigenen Beruf.

2018 hatte der BDZV zum ersten Mal zu der Aktion aufgerufen, an der ebenfalls 55 Redakteurinnen und Redakteure von 30 Zeitungen teilnahmen.

Unter www.reportertausch2019.de finden Sie ab sofort eine Übersicht über die teilnehmenden Zeitungen und Informationen zu allen Reporterinnen und Reportern sowie in der Woche vom 20. bis 26. Mai laufend Beiträge und Bilder von der Aktion.

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Mai 18th, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: pixabay

San Francisco (pte). Handy-Games sind mittlerweile zur beliebtesten Form der Unterhaltung avanciert. Jedenfalls geben 69 Prozent der US-Konsumenten an, dass sie eher auf soziale Netzwerke oder TV verzichten würden als auf ihre Lieblingsspiele.

Das hat eine Studie des Mobile-Advertising-Spezialisten Tapjoy https://tapjoy.com ergeben. Dieser zufolge sind Mobile Games auch die wohl beste Werbeplattform, da Nutzer hier Werbung noch am ehesten ihre Aufmerksamkeit schenken.

Unterhaltung für alle

„Mobile Games sind heute wohl die allgegenwärtigste Form der Unterhaltung der Welt“, meint Emily McInerney, Vice President Marketing bei Tapjoy. Denn ob Alt oder Jung, Mann oder Frau, urban oder vom Land: Immer mehr Menschen spielen auf dem Smartphone und das mit zunehmender Begeisterung. So bezeichnen sich laut Tapjoy heute bereits 60 Prozent der Handy-Spielefans selbst als „Gamer“ und damit mehr als doppelt so viele wie im September 2016. Dieses Ergebnis steht allerdings im Widerspruch zur AppLovin-Studie vom Februar dieses Jahres (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190218004 ).

Jedenfalls spielen User laut Tapjoys Studie „Modern Mobile Gamer Personas“ auf dem Handy viel und gerne. Knapp drei Viertel der Nutzer, die auf dem Smartphone daddeln, tun das demnach mindestens drei Mal täglich. 54 Prozent bringen es auf eine Stunde oder mehr Spielzeit pro Tag. Die beliebtesten Genres sind Puzzles, Strategie-und Rollenspiele. Satte 63 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sie Frauen sind – es scheint also einmal mehr bestätigt, dass Games gerade auf dem Smartphone nicht jene Männerdomäne sind, als die sie auf PC oder Konsole bis heute verrufen sind.

Optimaler Marketingkanal

„Die gute Nachricht für Marken ist, dass Mobile Games die Verbraucher sehr fokussieren, entspannen und engagieren“, sagt McInerney. Daher seien Konsumenten für Werbebotschaften empfänglicher als in jedem anderen Medium. Immerhin 41 Prozent der Nutzer würden in mobilen Spielen auf Werbung achten. Bei klassischen Online-Anzeigen macht das nur jeder Sechste, bei Magazinen oder Plakatwänden sind es 15 Prozent. Das mag damit zusammenhängen, dass viele Nutzer zu verstehen scheinen, dass Werbung Free-to-Play-Games ermöglicht. 72 Prozent der Mobile Gamer würden sogar gerne mit Anzeigen interagieren, wenn es dafür In-Game-Währung oder Premium-Inhalte gibt.

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