Category: Medien

Oktober 3rd, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: pixabay

BERLIN (mdo). Anzeigenblattleser zeigen eine hohe Affinität für Werbung im Wochenblatt und bewerten Werbung generell als vorteilhaft. Dies ist ein Fazit aus den Ergebnissen der aktuellen Markt-Mediastudie „best for planning“ (b4p). Rund drei Viertel der Anzeigenblattleser (73,4 Prozent, LpA) empfinden Werbung im lokalen Wochenblatt als positiv. Abgefragt wurde, ob sie als informativ, nützlich, kaufanregend, glaubwürdig, unterhaltend oder einfach als dazu gehörend eingeschätzt wird. In der Gesamtbevölkerung (deutschsprachig, ab 14 Jahren) liegt dieser Wert bei 68,2 Prozent.

Auch im direkten Vergleich mit anderen Medien können die Wochenblätter punkten: 28,4 Prozent der Menschen in Deutschland finden Werbung in Anzeigenblättern kaufanregend. Dies bestätigt ihre Rolle als relevantes Abverkaufsmedium. Geringere Werte erzielen Fernsehen (23,4 Prozent), Tageszeitungen (19,2 Prozent) oder Radio (11,9 Prozent) (jeweils deutschsprachige Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren). Insgesamt stehen die Mediennutzer der Printwerbung deutlich positiver gegenüber als anderen Mediengattungen: 27,8 Prozent empfinden Werbung im Fernsehen als störend; bei Apps und Websites sind dies 26,5 bzw. 25,2 Prozent; bei Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken sind es 24,4 bzw. 23,3 Prozent. Bei Anzeigenblättern, Zeitschriften und Tageszeitungen liegt dieser Wert im Durchschnitt bei unter 10 Prozent.

In der in Kürze erscheinenden neuen BVDA-Broschüre „Anzeigenblätter in der b4p“ stehen besonders vier Lesertypen unter den Anzeigenblattlesern im Fokus: Etablierte, Familien, Jüngere und Preisbewusste. „Mit diesen Clustern erhalten Werbekunden und Mediaplaner noch bessere Einblicke in die Konsum- und Lebenswelt unserer Leserinnen und Leser. Diese Gravität ist einer der zentralen Gründe, warum die Anzeigenblätter seit 2018 auch in der b4p vertreten sind. Schließlich ist die b4p als führende Studie bei den Mediaplanern gesetzt, auch weil sie wichtige Informationen über die bevorzugten Marken der Leser erhalten“, sagte Sebastian Schaeffer, stellvertretender BVDA-Geschäftsführer und Leiter Markt- und Mediaservice. Außerdem gelinge es der b4p im Vergleich zu anderen Markt-Mediastudien mit ihren umfassenden demografischen Angaben besonders gut, auch Interessen, Motivationen, Wertvorstellungen und Bedürfnisse der Menschen transparent zu machen.

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Oktober 3rd, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: pixabay

ZÜRICH/WIEN (pte). Die Geschwindigkeit, mit der Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren auf Touchscreens tippen, nimmt rasant zu und schließt zur Schnelligkeit mit klassischen PC-Tastaturen auf. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der ETH Zürich http://ethz.ch , der finnischen Aalto Universität http://aalto.fi und der University of Cambridge http://cam.ac.uk.

„Touchscreens sind die Technik unserer Zeit. Jugendliche wachsen damit auf, also ist es wenig verwunderlich, dass sie beim Tippen Höchstgeschwindigkeiten erreichen. In der Freizeit haben Touchscreens die klassische Tastatur jetzt schon ersetzt, denn Menschen im Alter unter 25 Jahren ziehen hier eindeutig das Smartphone vor. Immer weniger von ihnen haben einen eigenen Laptop oder Computer“, erklärt Matthias Rohrer, Studien- und Projektleiter am Wiener Institut für Jugendkulturforschung http://jugendkultur.at , auf Nachfrage von pressetext.

Das Team hat die Tipp-Geschwindigkeit von 37.000 Studienteilnehmern aus 160 verschiedenen Ländern und in unterschiedlichen Altersgruppen in einem Online-Test untersucht. Die Höchstgeschwindigkeit, die Teilnehmer beim Tippen auf klassischen Tastaturen erreichten, lag bei 100 Wörtern pro Minute, im Durchschnitt waren es aber meistens zwischen 35 und 65 Wörtern.

Auf Touchscreens tippten die Studienteilnehmer im Durchschnitt 38 Wörter pro Minute. Die Höchstgeschwindigkeit lag allerdings schon bei 85 Wörtern. Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren konnten hier um zehn Wörter pro Minute schneller tippen als Angehörige ihrer Elterngeneration. Der Studie zufolge verbringen die Befragten jeden Tag durchschnittlich sechs Stunden mit ihrem Smartphone.

Bei der Studie ergab sich auch, dass Smartphone-Nutzer mit beiden Daumen schneller tippen als mit einem Finger. Auch die Autokorrektur-Funktion trägt viel zur Geschwindigkeit bei. Die Studienautoren rechnen damit, dass sich die Kluft zwischen der Tipp-Geschwindigkeit auf klassischen Tastaturen und auf Touchscreens künftig schließen wird, auch weil die Übung von Usern auf klassischen Keyboards abnimmt.


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September 28th, 2019 by mirkoluis

Foto: BDZV

BERLIN. Der Nova Innovation Award der deutschen Zeitungen geht nach Hamburg, Ravensburg, Fulda und Berlin. Die Jury des vom BDZV zum dritten Mal ausgeschriebenen Preises wählte das „Hamburger Abendblatt“, Schwäbisch Media / Schwäbischer Verlag Drexler, Gessler (Ravensburg) und den OBCC / Verlag Parzeller (Fulda) als Sieger 2019.

Darüber hinaus wurde die Nachrichten-App Upday (Axel Springer SE, Berlin) mit einem Sonderpreis prämiert. Die feierliche Auszeichnung der vier Preisträger war einer der Höhepunkte des diesjährigen Zeitungskongresses in Berlin.

„InNOVAtion steckt in vielen kleinen und großen Medienunternehmen des BDZV“, erklärte dazu der Vorsitzende der Jury 2019, Dr. Wolfram Kiwit, Chefredakteur „Ruhr-Nachrichten“ (Dortmund). Die Einreichungen sprühten vor Neugierde, Zuversicht, Aufbruch und Unternehmergeist. Das sind Bausteine, mit denen wir Zukunft schaffen.“

In der Kategorie „Nova Produktinnovation“ wurde ausgezeichnet: Die Podcast-Offensive des „Hamburger Abendblatts“. Die Zeitung nimmt damit den Trend um Podcasts mit unterschiedlichen Formaten in einem redaktionellen Umfeld auf. Es wurden eine ganze Reihe von unterschiedlichen tagesaktuellen und Multiplikator-Podcast-Formaten gestartet, mit denen neue Zielgruppen und neue Geschäftsfelder erschlossen wurden. Regionalen Unternehmen bieten sich dank der Themengebundenheit neue Werbemöglichkeiten.

Preisträger in der Kategorie „Nova Vermarktungsinnovation“ ist: Artikel Score aus dem Haus Schwäbisch Media / Schwäbischer Verlag Drexler, Gessler (Ravensburg): Artikel Score erlaubt einen ganzheitlichen Blick auf die Artikelperformance. Durch die Metrik des Artikel-Scores und seine einzelnen Erfolgsfaktoren, sogenannte KPIs, wird die Content-Performance eines Artikels eindeutig quantifizierbar und vergleichbar. Die entwickelte Lösung hilft bei der Erfolgsmessung von Online-Inhalten der Lokalzeitungen. Das Produkt wird als Whitelabel-Lösung auch anderen Verlagen zur Verfügung stehen.

In der Kategorie „Nova Neue Geschäftsfelder“ ist siegreich: EduTechCoin – Pilotprojekt OBCC Classroom aus dem OBCC / Verlag Parzeller, Fulda: Der Parzeller Verlag hat eine digitale Lernplattform geschaffen, die die Umsetzung dynamischer und interaktiver Lehr- und Lernkonzepte ermöglicht. Mit der Integration der Blockchain-Technologien werden Bildungsmedien in der und für die Schule greifbar. Damit wird eine digitale Infrastruktur für die Bildung von morgen geschaffen und auch das Entstehen einer schulübergreifenden Education-Community gefördert.

Darüber hinaus hat sich die siebenköpfige Jury entschieden, auch in diesem Jahr einen Sonderpreis zu vergeben. Preisgekürt wird damit die Nachrichten-App Upday. Dahinter verbirgt sich ein Angebot mit rund 40 verschiedenen Top-Nachrichten am Tag, aufbereitet an acht Redaktionsstandorten. Mehr als 25 Millionen aktive Nutzer in 16 Ländern werden mit dem Nachrichtenangebot erreicht. Die Jury begründet die Entscheidung mit einer einmaligen innovativen, technischen Umsetzung.

Mit dem Award werden die jeweils besten Produkt-Neueinführungen, außergewöhnliche Geschäftsmodelle, kreative Strategien und Vermarktungsideen in drei Kategorien ausgezeichnet. Gewürdigt werden innovative Leistungen für Leser/Nutzer und Werbekunden ebenso wie beispielsweise die Erschließung neuer Märkte außerhalb des Kerngeschäfts der Zeitungen.

Die Jury des NOVA – Innovation Awards der deutschen Zeitungen konnte unter insgesamt rund 50 Einreichungen auswählen und hatte im Vorfeld neun Einreichungen sowie einen Sonderpreis als preiswürdig nominiert. Die Preisträger sowie die jeweiligen Nominierungen in den drei Kategorien werden in den kommenden Monaten in den Medien des BDZV und auf der Website www.nova-award.de näher vorgestellt.

Der Jury gehören an: Meinolf Ellers, CDO dpa, Hamburg; Dr. Wolfram Kiwit, Chefredakteur „Ruhr-Nachrichten“, Dortmund (Vorsitzender der Jury); Rolf-Dieter Lafrenz, Geschäftsführender Gesellschafter SCHICKLER Unternehmensberatung, Hamburg; Freya Oehle, Gründerin, Hamburg, Larissa Pohl, Chief Executive Officer (CEO) – Wunderman; Hamburg, Jörg Rheinboldt, Managing Director APX Axel Springer Porsche, Berlin; Martin Wunnike, Vorsitzender der Geschäftsführung „Mittelbayerische Zeitung“, Regensburg.

ÜBER DEN NOVA INNOVATION AWARD
Der Nova Innovation Award der deutschen Zeitungen ist 2017 erstmals vom BDZV mit Unterstützung von SCHICKLER, Hamburg, ausgeschrieben worden. Der Preis wird in den Kategorien Produktinnovation, Vermarktungsinnovation und neue Geschäftsfelder vergeben; er ist nicht dotiert. Mit dem Award werden die jeweils besten Produkt-Neueinführungen gedruckt und digital, außergewöhnliche Geschäftsmodelle, kreative Strategien und Vermarktungsideen ausgezeichnet. Gewürdigt werden innovative Leistungen für Leser/Nutzer und Werbekunden ebenso wie beispielsweise die Erschließung neuer Märkte außerhalb des Kerngeschäfts der Zeitungen.

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September 21st, 2019 by mirkoluis

Symbolfoto: pixabay

LONDON (pte). Bei der weltweiten Bildung wird das „Do it yourself“-Prinzip immer wichtiger. Lernende setzen neben klassischer Bildung durch Lerninstitutionen wie Schule und Universität auch auf eigene Maßnahmen wie eigenständiges Lernen oder komplementäre Online-Kurse. Nur so können sie den Bildungsanforderungen der heutigen Zeit gerecht werden. Das ergibt eine Umfrage der britischen Verlags Pearson http://pearson.com .

„Gelegenheitsjobs, unkonventionelle Karrieren, technologische Umwälzungen und lebenslanges Lernen haben die
Talentwirtschaft eröffnet. Mehr als je zuvor verstehen Menschen, dass sie sich über ihr gesamtes Leben weiterbilden müssen“, meint Pearson-CEO John Fallon. Klassische Bildungssysteme müssten einen Weg finden, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.

Kompletter Ruhestand gilt als veraltet

Pearson führte die Umfrage bei mehr als 11.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren durch, die über 19 verschiedene Staaten auf allen fünf Kontinenten verteilt waren. Von den Befragten meinten 81 Prozent, dass Lernprozesse vor allem in zunehmendem Alter immer selbständiger ablaufen müssen. Drei Viertel sehen für Studenten in Online-Kursen die Zukunft, 67 Prozent meinen, dass auch Schüler künftig verstärkt digital lernen.

Ein großer Teil der Befragten sieht Lernen als einen lebenslangen Prozess, vor allem die Teilnehmer der Umfrage aus China (96 Prozent) sind dieser Meinung. In den USA wollen sich 73 Prozent der Befragten über eigenständige Bildung neu definieren und im späteren Leben wollen 52 Prozent so eine neue Karriere anfangen. Für sie ist die Vorstellung eines kompletten Ruhestandes veraltet.

Misstrauen gegenüber klassischer Bildung

Die Begeisterung für „Do it yourself“-Lernen steht einem an vielen Orten zunehmenden Misstrauen in das klassische Bildungssystem gegenüber. In den USA und auch in Europa meinen 60 Prozent der Befragten sogar, es würde bei der aktuellen Generation von Schülern versagen. Fast drei Viertel (68 Prozent) weltweit sehen das klassische Studium auch nicht mehr als nötig, um eine gute Karriere zu haben.

Laut Fallon wollen die Lernenden weltweit zunehmend die Kontrolle über ihre Bildung übernehmen. „Technologie und Innovationen geben Bildungseinrichtungen, Regierungen und Unternehmen die beste Möglichkeit in der Geschichte der Menschheit, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und Leben durch Bildung zu verbessern“, so der Verlagschef.

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September 21st, 2019 by mirkoluis

BERLIN. Nach zehn Jahren in der Unternehmensgruppe DuMont erhält der Berliner Verlag neue Eigentümer: Wie das Kölner Medienhaus mitteilt, übernehmen die Berliner Silke und Holger Friedrich den Verlag mit „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“ und „Berliner Abendblatt“, deren Digitalangeboten, BerlinOnline, dem Corporate Publisher mdsCreative und der Berliner Zeitungsdruckerei. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 2009 hatte DuMont seinerseits den Berliner Verlag von der Mecom Group übernommen.

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September 21st, 2019 by mirkoluis

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey mit Partnern und Botschaftern der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“. Foto: ©Jörg Farys/BBE

Die Berichterstattung über das Ehrenamt ist ein relevanter und beliebter redaktioneller Schwerpunkt von Anzeigenblättern – besonders während der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“, aber auch über diesen Zeitraum hinaus. Dies erklärte BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers anlässlich der Aktionswoche, die am 13. September 2019 gestartet ist und noch bis zum kommenden Sonntag andauert.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hatte sich zum Startschuss in Berlin dankbar gezeigt, in einem Land zu leben, in dem sich 30 Millionen Menschen freiwillig engagieren und damit den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken: „Die ‚Woche des bürgerschaftlichen Engagements‘ wirft ein Licht auf das, was tagtäglich im Großen wie im Kleinen geschieht: das beeindruckende Engagement in unserem Land.“

Eggers wertete den Lokaljournalismus in Anzeigenblättern als wichtigen Beitrag, um dieses Engagement sichtbar zu machen und damit gleichzeitig die Leistung der Ehrenamtlichen zu würdigen. Der Verlegerverband der Anzeigenblätter unterstützt bereits zum siebten Mal die Aktionswoche; in einem Zwischenfazit zog der BVDA-Geschäftsführer eine positive Bilanz der Medienpartnerschaft: „Im Vorfeld der ‚Woche des bürgerschaftlichen Engagements‘ und in den letzten Tagen haben Anzeigenblätter in zweistelliger Millionenhöhe über Freiwillige und ihre Vereine, Initiativen und Projekte berichtet. Das ist ein aktiver Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, da die kostenlosen Wochenblätter in annähernd jeden Haushalt in Deutschland zugestellt werden.“ Dieser Lokaljournalismus zolle so nicht nur Anerkennung und Respekt, sondern wirke für die Leserinnen und Leser auch inspirierend, sich selbst freiwillig zu engagieren, betonte Eggers.

Die diesjährige Aktionswoche umfasst bundesweit über 8.000 Veranstaltungen. Ein Engagementkalender listet diese umfassend nach Themen und Orten auf. Seit 2004 würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit diesem Veranstaltungsrahmen den Einsatz der vielen freiwillig Engagierten.

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September 15th, 2019 by mirkoluis

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MOUNTAIN VIEW (pte). In der schnelllebigen Online-Nachrichtenwelt gehen hochwertige Originalberichte oft in eine Fülle an Sekundär-News unter. Eben das soll sich ändern: Mit einem Algorithmus-Update will Google sicherstellen, dass Originalquellen besser sichtbar bleiben und somit die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Das Feedback menschlicher Rater soll helfen, die Suche entsprechend zu tunen.

Originale im Rampenlicht

„In der heutigen, schnellebigen Welt der Nachrichten bleibt die Originalberichterstattung zu einem Thema nicht immer lange im Rampenlicht“, schreibt Richard Gingras, Google VP News, im offiziellen Blog http://blog.google . Denn gerade bei guten Storys folgen oft viele weitere News anderer Seiten, die somit aktueller sind und in der Google-Suche daher bislang eher gut sichtbar waren. Das Update soll Lesern, die an aktuellen News interessiert sind, helfen, die Originalquelle zu finden.

Das soll letztlich Publishern zugute kommen, die in hochwertige Originalberichterstattung investieren. Immerhin ist diese oft mit viel Zeitaufwand verbunden und bedarf eines großen Einsatzes. Gerade, wenn ein Thema auf breites Interesse stößt und von diversen Publikationen bearbeitet wird, ist es für Nutzer oft schwer nachzuvollziehen, welches Medium dazu den Anstoß gegeben hat. Profitieren könnten so beispielsweise Lokalnachrichten, die gerade in den USA nach wie vor oft die Aufdeckerrolle spielen, oder Medien, die Urheber vielzitierter Hintergrundberichte zu einem Thema sind.

Genaue Rater-Richtlinien

Freilich ist das Optimieren des Such-Algorithmus nicht so leicht, wie einfach einen Schalter umzulegen. Google setzt daher auf ein globales Netzwerk von über 10.000 Ratern, die die Qualität von News bewerten. Um nun Originalquellen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, hat Google die Richtlinien für diese Rater aktualisiert. Diese sollen in Zukunft Höchstbewertungen für Artikel vergeben, „die Informationen bieten, die ansonsten nicht bekannt geworden wären“.

Zugleich sollen Rater aber auch verstärkt den Ruf von Quellen beachten, beispielsweise, ob ein Medium schon Journalistenpreise gewonnen hat oder bekannt dafür ist, qualitative Aufdeckerberichte zu liefern. Das ist möglicherweise ein Versuch, dagegen vorzubeugen, dass fragwürdige „alternative“ Nachrichtenquellen aufgrund der Originalität ihrer Inhalte in den Suchergebnissen nach oben gespült werden.

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September 15th, 2019 by mirkoluis

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WAYNE (pte). Amokschützen, die mit ihren Bluttaten berühmt werden wollen, erhalten von US-Medien deutlich mehr Aufmerksamkeit als solche, die das nicht wollen. Laut einer Studie der William Paterson University http://wpunj.edu neigen US-Medien bei Amokläufern, die sich selbst öffentlich präsentieren wollen, zu einer eher reißerischen Berichterstattung.

Nachahmungstäter angespornt

„Die Medien haben über Amokläufer seit Jahrzehnten in spekatkulärer Weise berichtet. Erst kürzlich ist der Öffentlichkeit klar geworden, welche Auswirkungen diese übersteigerte Aufmerksamkeit haben kann. Denn dadurch bekräftigen sie die ursprüngliche Motivation der Täter, was potenziell zu Nachahmungstaten führen kann“, meint Studienautor Jason R. Silva.

Die Forscher haben die mediale Berichterstattung über Amokläufe mit Feuerwaffen in den USA zwischen 1966 und 2018 untersucht. Durch Aussagen von Tätern sowie durch Abschiedsbriefe, Manifeste, selbstgemachte Videos, Polizeiakten und Online-Profile identifizierten sie 45 Amokschützen, die berühmt sein wollten, und 263, denen das kein Anliegen war.

Berichterstattung zu intensiv

Als Beispiel für die Berichterstattung über Amokläufe wurde die „New York Times“ verwendet. Von den Berühmtheit suchenden Tätern wurden etwa 96 Prozent zumindest einmal in der US-Zeitung erwähnt, von den anderen dagegen nur 74 Prozent. Die Zeitung widmete den Amokläufern, die berühmt sein wollten, auch deutlich mehr Artikel.

Laut Silva gibt es seit Anfang des neuen Jahrtausends deutlich häufiger Amokschützen, die berühmt sein wollen. Deren Bluttaten würden auch oft mehr Opfer fordern. Kampagnen wie „Don’t Name Them“ („Nennt sie nicht beim Namen“) und „No Notoriety“ („Keine Berühmtheit“) seien wichtig, um reißerische Berichterstattung über Amokschützen zu verhindern und den Fokus der Medien eher auf die Opfer zu richten. Jedoch müsse es noch mehr Wissen über die Verantwortung der Medien geben.

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